Heilpflanzen im Garten – die Klette
Das Wort Klette hat die Bedeutung von etwas Klebrigem ( lat. Gluten = Leim ) und das mit Recht im Hinblick auf die schleimige, klebrige Wurzel. Den Gattungsnamen Bär erhielt die Pflanze aufgrund der rauen Fruchtköpfe, die mit dem Fell eines Bären verglichen wurden. Die Pflanze gehört zu den Korbblütengewächsen und wird bis zu 1,5 m hoch. Die Blütenköpfe sitzen am Hauptstengel und an den Ästen traubig angeordnet.
Bei uns gibt es vier Klettenarten. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die Humus liebende Pflanze kommt in der Ebene bis in Berggegenden vor. Das Verbreitungsgebiet ist außer Südeuropa bis nach Japan. Das Sammelgut ist die Wurzel von März bis April und September bis Oktober. Es werden die Wurzeln zwei-jähriger Pflanzen gesammelt. Die Droge wirkt gern von Insekten befallen und muss deshalb in gut schließenden Gefäßen aufbewahrt werden. Sie enthält Gerbstoff, Bitterstoff, Schleim, Inulin und ätherisches Öl. Die Anwendung erfolgt als Mittel gegen Magenbeschwerden der verschiedensten Art. Die Droge besitzt eine leicht harntreibende und die Schweißsekretionfördernde Wirkung. Auch bei Hautkrankheiten wird äußerlich eine Wirkung versprochen. Sie soll angeblich den Haarwuchs fördern, dies ist aber nicht sicher. Die übliche Zubereitungsart ist die Abkochung. Die Klettenwurzel wird auch zerrieben und als Pulver verwendet. Die Droge wird schon seit dem Mittelalter zu Heilzwecken verwendet.
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