Allgemein
Die Namen der Blumen
In der Universitätsstadt Uppsala lehrte der Professor Carl von Linné Pflanzenkunde, der als Pate der Blumen galt. Bereits im Kindesalter interessierte sich der Sohn eines Pfarrers und eines leidenschaftlichen Gärtners für die Natur und besonders für Blumen. Ihm reichte es aber nicht wie bei seinem Vater sich für die Schönheit der Blumen zu interessieren, er wollte die Pflanzen verstehen. Das wird Ihnen vielleicht komisch vorkommen. Er wollte verstehen wie die Pflanzen sich vermehren, wie sie sich unterscheiden und wie verwandt sie miteinander sind. Während seines Medizinstudiums studierte er besonders die Lehre von den Pflanzen. Er wollte die Pflanzen riechen, sehen, schmecken, fühlen und beobachten. Er begann mit Pflanzenbestimmung, Pflanzenpflege, die Pflanzen einzuordnen und zu klassifizieren. Er stellte auch fest, daß es weibliche und männliche Pflanzen gibt. Und damit sich die Pflanzen vermehren können, benötigt man beide Arten und nach Ansicht von Professor Linné, Sex. Das war für die Menschen im 18. Jahrhundert schockierend. Doch diese Festellung war bahnbrechend. Er gab auch den Pflanzen so eine Art Namen, Vornamen und Nachnamen. So entsprechen die sogenannten Vornamen der Gattung und die Nachnamen der Art. Diese Benennung ist bis heute noch aktuell und sinnvoll, besonders dann wenn es von einer Gattung viele Arten gibt. Bücher und Pflanzenlexika über Karl von Linne sind auch heute noch sehr gefragt. Auch begann Linné eine Blumenuhr anzulegen. Er stellte fest, daß die Blumen zu verschiedenen Zeiten ihre Blütenköpfe öffnen. Das ist auch gut so, denn wenn alle Blumen zur gleichen Tageszeiten ihre Blüten öffnen würden, wäre der Konkurrenzkampf um Bienen, Hummeln und Schmetterlinge zu groß. Diese Blumenuhr gibt es auch noch heute und dient dem Gärtner als Inspiration.
Quelle Frau im Leben.




















